{"id":106,"date":"2026-08-04T08:30:47","date_gmt":"2026-08-04T06:30:47","guid":{"rendered":"https:\/\/powersmartcoat.de\/?p=106"},"modified":"2026-08-06T11:36:38","modified_gmt":"2026-08-06T09:36:38","slug":"was-ein-waermebild-belegt-und-was-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pscoat.be/en\/was-ein-waermebild-belegt-und-was-nicht\/","title":{"rendered":"What a Thermal Image Proves &#8212; and What It Doesn&#8217;t"},"content":{"rendered":"<p>Ein W\u00e4rmebild \u00fcberzeugt sofort. Rot und Blau, dazu ein Vorher und ein Nachher \u2014 das sieht nach Beweis aus. Tats\u00e4chlich beantwortet ein Thermogramm nur eine einzige Frage: <em>Wo ist es w\u00e4rmer als anderswo?<\/em> Es beantwortet nicht, wie gut ein Bauteil d\u00e4mmt. Das ist keine Auslegungssache, sondern steht so in der Norm.<\/p>\n<h2>Die Norm sagt \u201equalitativ&#8221; \u2014 und meint es<\/h2>\n<p>Die in Gutachten meistzitierte DIN EN 13187 ist <strong>zur\u00fcckgezogen<\/strong>. An ihre Stelle trat im November 2023 die DIN EN ISO 6781-1. Wer heute ein Gutachten bekommt, das sich auf DIN EN 13187 beruft, sollte das nicht als Fehler werten \u2014 aber als Hinweis darauf, wie aktuell gearbeitet wird.<\/p>\n<p>Die Mutternorm ISO 6781 formuliert ihren Anwendungsbereich unmissverst\u00e4ndlich: Sie beschreibt ein <em>qualitatives<\/em> Verfahren zum Auffinden thermischer Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten \u2014 und ausdr\u00fccklich: <strong>\u201eDoes not apply to the determination of the degree of thermal insulation and air tightness of a structure.&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Das Verfahren ist zum <strong>Finden<\/strong> gedacht, nicht zum <strong>Bemessen<\/strong>. Aufschlussreich ist, worauf die Nachfolgenorm f\u00fcr Zahlenwerte verweist: auf ISO 9869-1 f\u00fcr W\u00e4rmestrommessung und ISO 9972 f\u00fcr Luftdichtheit. Die Thermografie-Norm schickt den Anwender f\u00fcr Zahlen also zu anderen Verfahren.<\/p>\n<p>Die Richtlinie Bauthermografie des VATH zieht dieselbe Grenze: Der qualitative Nachweis von W\u00e4rmebr\u00fccken sei von innen wie au\u00dfen m\u00f6glich, quantitative Bewertungen dagegen \u201eprinzipiell nur von innen unter Hinzunahme erg\u00e4nzender Messverfahren&#8221;.<\/p>\n<h2>Warum im Bild kein U-Wert steht<\/h2>\n<p>Ein U-Wert ist eine W\u00e4rmestromdichte je Temperaturdifferenz. Eine W\u00e4rmebildkamera misst keine W\u00e4rmestromdichte \u2014 sie misst eine Strahldichte und rechnet daraus eine Oberfl\u00e4chentemperatur.<\/p>\n<p>Von der Oberfl\u00e4chentemperatur auf den W\u00e4rmestrom zu schlie\u00dfen, br\u00e4uchte den W\u00e4rme\u00fcbergangskoeffizienten an genau dieser Oberfl\u00e4che. Der ist au\u00dfen weder bekannt noch stabil: Er h\u00e4ngt vom Wind ab und vom Strahlungsaustausch mit dem Himmel. Dazu speichert das Bauteil \u2014 die Temperaturwelle ist gegen\u00fcber dem Au\u00dfenklima um Stunden verschoben.<\/p>\n<p>Wie grob die Trennsch\u00e4rfe wirklich ist, zeigt ein Beispiel an Verglasungen: Einfachglas, unbeschichtetes Doppelglas und moderne W\u00e4rmeschutzverglasung lassen sich thermografisch unterscheiden. Ein W\u00e4rmeschutzglas mit U = 1,3 von einem mit U = 1,1 W\/(m\u00b2\u00b7K) aber nicht. Gr\u00f6\u00dfenordnungen ja, Nachkommastellen nein.<\/p>\n<h3>Das Verfahren, das U-Werte am Bestand misst<\/h3>\n<p>Es gibt eines: die W\u00e4rmestrommessung nach <strong>ISO 9869-1<\/strong>. Eine W\u00e4rmestromplatte wird auf der Seite mit der stabileren Temperatur montiert \u2014 in der Praxis innen \u2014, und dann wird gewartet. Die Norm verlangt drei Bedingungen gleichzeitig:<\/p>\n<ul>\n<li>Messdauer <strong>mindestens 72 Stunden<\/strong>.<\/li>\n<li>Der U-Wert am Testende weicht h\u00f6chstens <strong>5 Prozent<\/strong> von dem 24 Stunden zuvor ab.<\/li>\n<li>Die Werte aus den ersten und den letzten zwei Dritteln der Messdauer weichen h\u00f6chstens 5 Prozent voneinander ab.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die 72 Stunden sind das Minimum bei stabilen Bedingungen; realistisch sind <strong>eine bis zwei Wochen<\/strong>. Untersuchungen fanden Konvergenz nach vier bis f\u00fcnf Tagen, im Winter bis zu zehn. Und selbst dann bleibt eine Gesamtunsicherheit von <strong>rund 15 Prozent<\/strong>.<\/p>\n<p>Daraus folgt der Merksatz f\u00fcr jedes vorgelegte Thermogramm: <strong>Wenn schon das daf\u00fcr vorgesehene, tagelang laufende Kontaktverfahren den U-Wert nur auf etwa 15 Prozent genau liefert, kann ein Verfahren, das in Sekunden ein Bild macht und den W\u00e4rmestrom gar nicht misst, ihn nicht genauer liefern.<\/strong><\/p>\n<h2>Was eine verwertbare Aufnahme braucht<\/h2>\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th>Bedingung<\/th>\n<th>Anforderung<\/th>\n<th>Quelle<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Temperaturdifferenz innen\/au\u00dfen<\/td>\n<td>\u2265 15 K empfohlen<\/td>\n<td>VATH 2023<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Vorlaufzeit Beheizung<\/td>\n<td>quasistation\u00e4r \u2014 bauartbedingt bis zu mehreren Tagen<\/td>\n<td>VATH 2023<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wind<\/td>\n<td>ab ca. 2 m\/s nicht zielf\u00fchrend<\/td>\n<td>VATh 2011<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Sonne<\/td>\n<td>kein Einfluss, auch in den Stunden davor<\/td>\n<td>VATH 2023<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Himmel<\/td>\n<td>bedeckt; klarer Himmel ist zu vermeiden<\/td>\n<td>Fachliteratur<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wetterlage<\/td>\n<td>station\u00e4r, 3 bis 7 Tage Latenz<\/td>\n<td>Fachliteratur<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Absolute Messgenauigkeit der Kamera<\/strong><\/td>\n<td><strong>2 K (\u00b1 2 %)<\/strong>, empfohlen 1 K<\/td>\n<td>VATH 2023<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die letzte Zeile ist die wichtigste Zahl dieses Beitrags. <strong>Jede behauptete Verbesserung unterhalb von zwei Kelvin ist mit einer W\u00e4rmebildkamera nicht nachweisbar<\/strong> \u2014 sie liegt in der Ger\u00e4tegenauigkeit.<\/p>\n<h2>Der Emissionsgrad: innen belanglos, au\u00dfen entscheidend<\/h2>\n<p>F\u00fcr undurchl\u00e4ssige Oberfl\u00e4chen gilt \u03b5 + \u03c1 = 1. Je niedriger der Emissionsgrad, desto mehr misst die Kamera die Umgebung statt das Objekt. Was dabei meist unterschlagen wird: Derselbe Fehler wiegt innen und au\u00dfen v\u00f6llig verschieden.<\/p>\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th>Situation<\/th>\n<th>wahres \u03b5<\/th>\n<th>Kamera auf<\/th>\n<th>Fehler<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Innen, Wand 17 \u00b0C, reflektiert 20 \u00b0C<\/td>\n<td>0,90<\/td>\n<td>0,95<\/td>\n<td>+0,2 K<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Au\u00dfen bedeckt, Wand 5 \u00b0C, reflektiert 0 \u00b0C<\/td>\n<td>0,90<\/td>\n<td>0,95<\/td>\n<td>\u22120,3 K<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Au\u00dfen <strong>klarer Himmel<\/strong>, Wand 5 \u00b0C, reflektiert \u221250 \u00b0C<\/td>\n<td>0,90<\/td>\n<td>0,95<\/td>\n<td><strong>\u22122,2 K<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Au\u00dfen klarer Himmel, dieselbe Wand<\/td>\n<td>0,85<\/td>\n<td>0,95<\/td>\n<td><strong>\u22124,4 K<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Au\u00dfen klarer Himmel, verzinkte Rinne 5 \u00b0C<\/td>\n<td>0,10<\/td>\n<td>0,95<\/td>\n<td>\u221247 K<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Ein um 0,05 danebenliegender Emissionsgrad kostet innen unter 0,2 K und ist irrelevant. Derselbe Fehler kostet au\u00dfen bei klarem Himmel \u00fcber 2 K \u2014 und liegt damit in der Gr\u00f6\u00dfenordnung dessen, was als W\u00e4rmebr\u00fccke oder Sanierungserfolg gedeutet wird.<\/p>\n<p>Metalle liegen bei \u03b5 zwischen etwa 0,02 und 0,3. Betroffen sind damit genau die Stellen, an denen man W\u00e4rmebr\u00fccken vermutet: Aluminiumrahmen, Attikableche, Dachrinnen, Rollladenk\u00e4sten, verzinkte Bauteile.<\/p>\n<h2>Die reflektierte Umgebungstemperatur<\/h2>\n<p>Die Kamera muss wissen, was sich in der Oberfl\u00e4che spiegelt, um diesen Anteil herauszurechnen. Der \u00fcbliche Fehler ist, au\u00dfen die Au\u00dfenlufttemperatur einzusetzen. Das ist falsch: Bei klarem Himmel wird \u201ekalte Himmelsstrahlung&#8221; von etwa \u221250 bis \u221260 \u00b0C reflektiert. Fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig schl\u00e4gt der Himmel die Sonne \u2014 <strong>die reflektierte Temperatur liegt im Freien meist unter 0 \u00b0C, selbst an einem sonnigen Tag<\/strong>.<\/p>\n<p>Bestimmt wird sie mit einem zerkn\u00fcllten und wieder glattgestrichenen St\u00fcck Alufolie: Kamera auf \u03b5 = 1 stellen, Temperatur auf der Folie ablesen, Wert als reflektierte Temperatur eingeben.<\/p>\n<p>Der Fehler wirkt <strong>fl\u00e4chig<\/strong>. Er verschiebt das ganze Bild, ohne die Struktur zu \u00e4ndern \u2014 und ist deshalb f\u00fcr Vorher\/Nachher-Vergleiche besonders t\u00fcckisch. Eine Modellrechnung: Wand 5 \u00b0C, tats\u00e4chlich reflektiert \u221250 \u00b0C, Kamera auf 0 \u00b0C gesetzt, ergibt 0,9 \u00b0C statt 5,0 \u00b0C. \u00dcber vier Kelvin, ohne dass irgendetwas auff\u00e4llig aussieht.<\/p>\n<h2>Sieben Wege, einen Sanierungserfolg vorzut\u00e4uschen<\/h2>\n<p>Alle folgenden Punkte erzeugen eine scheinbare Verbesserung, <strong>ohne dass sich am Bauteil etwas ge\u00e4ndert hat<\/strong>:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Die Farbskala.<\/strong> Der wirksamste Hebel. Mit zu weiter Skalierung wird aus jeder Energieschleuder ein Niedrigenergiehaus, mit zu enger aus einem Niedrigenergiehaus eine Katastrophe. Enges Vorher, weites Nachher \u2014 und der Erfolg entsteht rein in der Bildbearbeitung.<\/li>\n<li><strong>Wind.<\/strong> Er gleicht Oberfl\u00e4chentemperaturen an und l\u00e4sst W\u00e4rmebr\u00fccken verschwinden. Ein Nachher bei Wind sieht besser aus als ein Vorher bei Windstille.<\/li>\n<li><strong>Klarer statt bedeckter Himmel.<\/strong> Unter klarem Himmel k\u00fchlen dem Himmel zugewandte Fl\u00e4chen so stark aus, dass schlechte D\u00e4mmung wie gute aussieht.<\/li>\n<li><strong>Andere Uhrzeit.<\/strong> Zwei Aufnahmen zu verschiedenen Tageszeiten erfassen verschiedene Punkte im Ausk\u00fchlzyklus \u2014 auch bei gleicher Lufttemperatur.<\/li>\n<li><strong>Andere Innentemperatur.<\/strong> Weniger Temperaturdifferenz hei\u00dft weniger Kontrast. Das Bild wird flacher und wirkt homogener, also \u201ebesser ged\u00e4mmt&#8221;.<\/li>\n<li><strong>M\u00f6bel und Bilder.<\/strong> Ein abgenommenes Bild hinterl\u00e4sst einen kalten Fleck, der aussieht wie fehlende D\u00e4mmung. Deshalb: Wandgegenst\u00e4nde mindestens sechs Stunden vorher entfernen \u2014 in beiden Terminen gleich.<\/li>\n<li><strong>Ein ver\u00e4nderter Emissionsgrad.<\/strong> Der bauphysikalisch t\u00fcckischste Punkt. Wird zwischen den Terminen gestrichen, verputzt oder beschichtet, \u00e4ndert sich \u03b5 \u2014 und damit die abgelesene Temperatur, <strong>ohne jede \u00c4nderung am W\u00e4rmestrom<\/strong>. Eine Beschichtung, die den Emissionsgrad senkt, erzeugt im Thermogramm eine Temperaturabsenkung, die keine ist.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Was ein belastbarer Vorher\/Nachher-Vergleich erf\u00fcllen m\u00fcsste<\/h2>\n<p>Die Leitidee: nicht Bilder vergleichen, sondern eine <strong>von der Temperaturdifferenz unabh\u00e4ngige Kenngr\u00f6\u00dfe<\/strong>.<\/p>\n<p>Das ist der <strong>Temperaturfaktor<\/strong> nach DIN 4108-2: f<sub>Rsi<\/sub> = (\u0398<sub>si<\/sub> \u2212 \u0398<sub>e<\/sub>) \/ (\u0398<sub>i<\/sub> \u2212 \u0398<sub>e<\/sub>). Er ist eine bauspezifische Gr\u00f6\u00dfe und vom aktuell herrschenden Temperaturunterschied unabh\u00e4ngig. Der bekannte Grenzwert f<sub>Rsi<\/sub> \u2265 0,70 entspricht bei 20 \u00b0C innen und \u22125 \u00b0C au\u00dfen einer Oberfl\u00e4chentemperatur \u00fcber 12,6 \u00b0C.<\/p>\n<p>Eine wichtige Einschr\u00e4nkung: Wegen der Phasenverschiebung durch das Bauteil f\u00fchrt die Berechnung aus momentan gemessenen Temperaturen meist zu unsinnigen Werten. Brauchbar wird sie erst mit den zur\u00fcckliegenden Temperaturverl\u00e4ufen \u2014 im Bereich von W\u00e4rmebr\u00fccken \u00fcber sechs bis acht Stunden. <strong>Ohne Datenlogger f\u00fcr Innen- und Au\u00dfentemperatur ist auch der Temperaturfaktor nicht belastbar.<\/strong><\/p>\n<p>Dazu kommt: von innen messen. Der W\u00e4rmewiderstand zwischen Innenluft und Oberfl\u00e4che ist etwa doppelt so hoch wie au\u00dfen, die Kontraste sind entsprechend st\u00e4rker, und es gibt weder Wind noch Regen noch Himmelsabstrahlung. Ein Nachweis, der ausschlie\u00dflich aus Au\u00dfenaufnahmen besteht, ist von vornherein die schw\u00e4chste verf\u00fcgbare Variante.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich eine Signifikanzschwelle. Die behauptete Verbesserung muss gr\u00f6\u00dfer sein als die Summe der Unsicherheiten: \u00b12 K Ger\u00e4tegenauigkeit, au\u00dfen bei klarem Himmel 2 bis 4 K aus dem Emissionsgrad, bis zu 4 K aus der reflektierten Temperatur. Praktisch hei\u00dft das: <strong>Ein Vorher\/Nachher-Vergleich zweier Au\u00dfenthermogramme taugt fast nie als Nachweis eines Sanierungserfolgs.<\/strong><\/p>\n<p>Geht es wirklich um Energie, ist die Thermografie das falsche Werkzeug. Dann braucht es eine W\u00e4rmestrommessung nach ISO 9869-1 vor und nach der Ma\u00dfnahme oder eine witterungsbereinigte Verbrauchsauswertung. Die Thermografie leistet dabei das, wof\u00fcr sie gedacht ist: Sie zeigt, <em>wo<\/em> gemessen werden muss.<\/p>\n<h2>Die vier Fragen an jedes vorgelegte Thermogramm<\/h2>\n<ul>\n<li>Stehen an beiden Bildern die <strong>Skalenendwerte<\/strong>, und sind sie identisch? Ist es dieselbe Farbpalette?<\/li>\n<li>Sind <strong>Emissionsgrad und reflektierte Temperatur<\/strong> dokumentiert? Die VATH-Richtlinie verlangt das. Fehlen sie, ist die Aufnahme nicht nachvollziehbar.<\/li>\n<li>Sind <strong>Witterung, Uhrzeit, Innentemperatur und Standort<\/strong> beider Termine protokolliert und vergleichbar?<\/li>\n<li>Wurde zwischen den Terminen etwas <strong>auf die Oberfl\u00e4che aufgebracht<\/strong>? Dann muss der Emissionsgrad neu bestimmt worden sein \u2014 sonst ist der Vergleich physikalisch unzul\u00e4ssig.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Quellen<\/h2>\n<p>Die Abgrenzung des Anwendungsbereichs stammt aus dem frei zug\u00e4nglichen Scope der ISO 6781; die Volltexte von DIN EN 13187 und DIN EN ISO 6781-1 sind kostenpflichtig und wurden nicht eingesehen. Aus ISO 6781-1 ist deshalb bewusst keine einzige Randbedingungszahl zitiert. Die Angaben zu Messdauer und Abbruchkriterien nach ISO 9869-1 stammen aus der frei zug\u00e4nglichen Normvorschau und aus Fachver\u00f6ffentlichungen; die Unsicherheitsangabe von rund 15 Prozent aus einem Methodenreview des britischen Building Research Establishment, nicht aus dem Normtext.<\/p>\n<p>Die Fehlertabellen zum Emissionsgrad und zur reflektierten Temperatur sind <strong>eigene Modellrechnungen<\/strong> auf Basis der Strahlungsbilanz in Breitband-N\u00e4herung. Sie geben Gr\u00f6\u00dfenordnungen wieder, keine Messwerte einer realen Kamera.<\/p>\n<p>Bewusst nicht \u00fcbernommen wurden mehrere in Praxisartikeln kursierende Zahlen \u2014 eine 24-st\u00fcndige Vorheizzeit, eine Windgrenze von 3 m\/s und eine Ein- bzw. Drei-Stunden-Regel f\u00fcr Sonneneinstrahlung. Sie werden dort Verbandsrichtlinien zugeschrieben, stehen dort aber nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>A thermal image gives you a ranking, not a measured value. Why it doesn&#8217;t yield a U-value, how emissivity and colour scale distort results \u2014 and the four questions to ask of every image presented.<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-106","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bauphysik"],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pscoat.be/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/106","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pscoat.be/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pscoat.be/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pscoat.be/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=106"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/pscoat.be/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/106\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":129,"href":"https:\/\/pscoat.be/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/106\/revisions\/129"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pscoat.be/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=106"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pscoat.be/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=106"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pscoat.be/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=106"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}